Die beiden Ø5,6-Bohrungen der dicken Klemmbacke sind wie die im Querbalken der Sitz fuer M4-Einschmelzgewinde, nicht Durchgang fuer M5. Die M4-Schraube kommt durch die Ø5-Bohrung im Schenkel - das erklaert auch, warum der Schenkel Ø5 statt der M4-ueblichen Ø4,5 hat. Damit ist der ganze Halter M4: sechs Einsaetze und vierzehn Schrauben, keine Muttern. Angepasst sind die Kommentare zu r3, dh, bohrungen() und clamps(), die Schraubentabelle, der Montageablauf und die Legende der Masszeichnung. Geometrie unveraendert. Der offene Punkt zu den Bohrungen in der Klemmnut ist entsprechend neu formuliert: die Schraube endet im Einsatz und erreicht die Strebe nicht, die Strebe ueberbrueckt aber weiterhin zwei Ø5,6-Oeffnungen. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_015KLzhRLw9HERZBgPL79iKS
Nummernschildhalter
Halter für ein Nummernschild, der sich an die beiden gespreizten Streben eines Fahrrad-Gepäckträgers klemmt. Konstruiert in OpenSCAD, gedacht für den 3D-Druck.
Die komplette Konstruktion steckt in einer einzigen Datei,
nummernschildhalter.scad. Sie erzeugt alle Teile
gemeinsam auf einer Druckplatte.
Aufbau
Der Halter besteht aus fünf gedruckten Teilen. Alles zusammen belegt 140 × 101 × 16 mm auf dem Druckbett:
| Anzahl | Teil | Maße | Funktion |
|---|---|---|---|
| 1 | Bügel (mount) |
140 × 100,9 × 16 mm | Querbalken mit den beiden Bohrungen für das Nummernschild, daran zwei um je a = 10° nach außen gespreizte Schenkel |
| 2 | Dünne Klemmbacke | 16 × 32 × 5 mm | Gegenstück der Klemme, mit Durchgangslöchern für die Klemmschrauben |
| 2 | Dicke Klemmbacke | 16 × 32 × 10 mm | umgreift zusammen mit der dünnen Backe eine Strebe und wird an einen Schenkel geschraubt |
Die Klemmbacken liegen in der Datei im freien Feld zwischen den Schenkeln. Das ist reine Platzoptimierung für den Druck und keine Einbaulage.
Koordinatensystem
X = Breite (quer zur Fahrtrichtung), Y = Länge (Schenkelrichtung),
Z = Bauteildicke und zugleich Druckrichtung. Alle Maße in Millimetern.
Maße
Bügel
Der Grundriss ist ein 140 × 5 mm breiter Querbalken mit zwei 100 mm langen,
ebenfalls 5 mm breiten Schenkeln. Deren Fußpunkte liegen 90 mm auseinander
(d); durch die Spreizung von je 10° stehen die Schenkelenden rund 125 mm
auseinander. offset(r=-r) offset(r=r) legt an beide Übergänge eine Hohlkehle
mit R4.
Die vier Ø5-Bohrungen in den Schenkeln liegen 79 und 93 mm über dem Fußpunkt
und durchsetzen die 5 mm Schenkelbreite quer. Ihr Abstand dh = 14 passt zu
den beiden Ø5,6-Bohrungen der dicken Klemmbacke.
Klemmenpaar
Beide Backen tragen oben dieselbe Längsnut. Zum Montieren wird die dicke Backe umgedreht, sodass sich die Nuten gegenüberstehen und die Strebe umschließen.
Der Kniff steckt in o3 = 0,4: Die Nutachse liegt 0,4 mm über der
Bauteiloberseite. Dadurch ist jede Nut nur 1,5 statt 1,9 mm tief, und zwischen
den beiden Backen bleiben 0,8 mm Luft. Ohne diesen Spalt würden die Backen
aufeinander aufsitzen, bevor sie die Strebe greifen.
Parameter
Alle Parameter stehen am Anfang der Datei.
Bügel
| Parameter | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
w |
140 | Breite des Querbalkens |
q |
5 | Materialstärke von Querbalken und Schenkeln |
l |
111,5 | Abstand der beiden Bohrungen für das Nummernschild |
d |
90 | Abstand der beiden Schenkel-Fußpunkte |
a |
10 | Spreizwinkel der Schenkel nach außen (linker Schenkel +a, rechter -a) |
r |
4 | Verrundungsradius an den Übergängen Querbalken ↔ Schenkel |
Klemmen
| Parameter | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
x |
16 | Breite einer Klemmbacke (entspricht der Bauhöhe des Schenkels) |
y |
32 | Länge einer Klemmbacke |
d1 |
5 | Dicke der dünnen Backe |
d2 |
10 | Dicke der dicken Backe |
r1 |
3 | Eckenradius der Backen |
r2 |
3,8 | Durchmesser der Klemmnut = Nenndurchmesser der Strebe |
r3 |
5,6 | Sitzmaß der M4-Einschmelzgewinde in der dicken Backe |
r4 |
3,6 | Durchmesser der Eckbohrungen in der dicken Backe (M4 schneidet sich sein Gewinde) |
o1 |
3,5 | Randabstand der Eckbohrungen |
o3 |
0,4 | Versatz der Nutachse → 0,8 mm Klemmspalt |
dh |
14 | Lochabstand der M4-Verschraubung Schenkel ↔ Klemme |
g |
5 | Abstand zwischen den Teilen auf der Druckplatte |
Fest verdrahtete Maße
Diese Werte stehen direkt im Code und haben keinen eigenen Parameter:
| Wert | Ort | Bedeutung |
|---|---|---|
| 16 | mount() |
Bauhöhe des Bügels (linear_extrude) |
| 100 | schenkel() |
Schenkellänge |
| 8 | mount(), bohrungen() |
Höhenlage aller waagerechten Bohrungen (halbe Bauhöhe) |
| 93 | bohrungen() |
Lage der oberen Schenkelbohrung über dem Fußpunkt |
| 5,6 / 5 | mount(), bohrungen() |
Querbalken: Sitz der M4-Einschmelzgewinde · Schenkel: Durchgang für die M4-Schrauben |
| 4,4 | clamps() |
Durchgangsbohrungen in der dünnen Backe |
Module
| Modul | Zweck |
|---|---|
mount() |
Bügel: extrudierter Grundriss minus aller Bohrungen |
grundriss() |
2D-Umriss des Bügels inklusive der Verrundungen |
schenkel() |
ein Schenkel im Grundriss (5 × 100) |
bohrungen() |
die zwei Ø5-Querbohrungen eines Schenkels |
clamps() |
ein Klemmenpaar, beide Backen nebeneinander zum Drucken |
Kurzschreibweisen
Die Datei benutzt durchgehend Ein-Buchstaben-Module, damit die Transformationsketten jeweils in eine Zeile passen:
| Modul | entspricht | Anmerkung |
|---|---|---|
D() |
difference() |
erstes Kind minus alle weiteren |
I() |
intersection() |
derzeit ungenutzt |
T(x,y,z) |
translate([x,y,z]) |
|
R(x,y,z) |
rotate([x,y,z]) |
Winkel in Grad |
C(x,y,z) |
cube([x,y,z]) |
derzeit ungenutzt |
C2(x,y) |
square([x,y]) |
|
Z(h,d) |
cylinder(h, d/2, d/2) |
d ist der Durchmesser, nicht der Radius |
ZZ(h,d,e) |
cylinder(h, d/2, e/2) |
Kegelstumpf, Durchmesser d unten → e oben |
RC(xd,yd,zd,ra,rb) |
– | Quader mit vier senkrecht verrundeten Kanten, als hull() über vier Eckzylinder |
Montage
Schrauben
| Anzahl | Teil | Verbindung | Aufnahme im Druckteil |
|---|---|---|---|
| 2 | M4-Einschmelzgewinde | im Querbalken | 2 × Ø5,6, Abstand 111,5 |
| 2 | M4-Schraube | Nummernschild an den Querbalken | in die Einschmelzgewinde |
| 4 | M4-Einschmelzgewinde | in den dicken Backen | 2 × Ø5,6 je Backe, Abstand 14 |
| 4 | M4-Schraube | dicke Backe an den Schenkel | durch 2 × Ø5 je Schenkel in die Einschmelzgewinde |
| 8 | M4-Schraube | dünne gegen dicke Backe | Ø4,4 Durchgang unten, Ø3,6 gewindeschneidend oben |
Alle Verbindungen sind M4. Gebraucht werden sechs Einsätze – zwei im Querbalken, je zwei in den beiden dicken Backen – und vierzehn M4-Schrauben. Muttern braucht es nirgends: die acht Klemmschrauben schneiden sich ihr Gewinde direkt in die dicke Backe. Die Schraubenlängen richten sich nach Nummernschild und Unterlegscheiben, als Richtwert M4 × 12–20.
Ø5,6 ist das übliche Sitzmaß für M4-Einschmelzgewinde. Im Querbalken auf
die Länge des Einsatzes achten: Dort ist das Material nur q = 5 mm dick,
die verbreiteten M4-Einsätze sind deutlich länger und würden hinten
überstehen – also eine kurze Bauform nehmen oder den Überstand in Kauf
nehmen. In den dicken Backen ist mit d2 = 10 mm genug Platz.
Ablauf
- Die beiden M4-Einschmelzgewinde in den Querbalken einsetzen (Lötkolben mit Einpressspitze, senkrecht und bündig einsinken lassen).
- Nummernschild mit zwei M4-Schrauben daran festschrauben.
- In jede dicke Backe zwei Einschmelzgewinde setzen, und zwar von der Seite her, die später am Schenkel anliegt – also gegenüber der Nut.
- Jede dicke Backe mit zwei M4-Schrauben durch den Schenkel an dessen oberes Ende schrauben; die Nut zeigt von der Schenkelfläche weg.
- Den Halter so an den Gepäckträger halten, dass beide Streben in den Nuten liegen, die dünnen Backen auflegen und mit je vier M4-Schrauben festziehen.
- Gleichmäßig über Kreuz anziehen, bis der Halter sich nicht mehr verdrehen lässt. Der Spalt zwischen den Backen bleibt sichtbar – das ist so gewollt.
Der Bügel liegt so, wie er modelliert ist, flach auf dem Druckbett und ist 16 mm hoch; die Klemmbacken ebenso. Stützmaterial ist nicht nötig.
| Empfehlung | |
|---|---|
| Material | PETG, ASA oder PA – der Halter steht dauerhaft draußen. PLA wird in der Sonne weich. |
| Schichthöhe | 0,2 mm |
| Perimeter | 5–6 (bei 0,4 mm Düse ist der 5-mm-Querschnitt damit praktisch massiv) |
| Infill | ≥ 40 % |
Zwei Hinweise aus der Geometrie:
- Alle Bohrungen liegen waagerecht. Gedruckte liegende Löcher fallen oben leicht ein. Vor der Montage einmal mit dem passenden Bohrer nacharbeiten, dann passen Ø5 und Ø5,6 wieder.
- Die Schichtebene liegt quer zur Belastung. Die Schenkel sind 5 mm breit und 16 mm hoch; Kräfte aus der Fahrbahn sollten möglichst in der Schichtebene wirken, nicht senkrecht dazu.
Rendern und Exportieren
Vorschau im Editor:
openscad nummernschildhalter.scad
STL für den Slicer erzeugen (liegt als
nummernschildhalter.stl auch fertig im Repo,
binär statt ASCII – ein Fünftel der Dateigröße):
openscad --render --export-format binstl -o nummernschildhalter.stl nummernschildhalter.scad
Die Bilder in docs/ entstehen mit:
CS="Tomorrow Night"
openscad --render --colorscheme="$CS" -o docs/druckplatte.png \
--imgsize=1600,1100 --camera=70,58,8,55,0,25,420 nummernschildhalter.scad
openscad --render --colorscheme="$CS" -o docs/draufsicht.png \
--imgsize=1500,1150 --camera=70,50,8,0,0,0,300 --projection=ortho \
nummernschildhalter.scad
openscad --render --colorscheme="$CS" -o docs/klemme.png \
--imgsize=1400,1000 --camera=70,31,5,62,0,20,115 nummernschildhalter.scad
Die beiden Maßzeichnungen docs/masse-*.svg sind separat erstellt und
werden nicht aus dem Modell generiert – bei Änderungen an der Geometrie also
mit anpassen.
Anpassen
Die drei Maße, die man beim Nachbau am ehesten ändern muss:
r2– Strebendurchmesser. Passt die Nut an den eigenen Gepäckträger an. Beim Ändern im Blick behalten, dass die Nut nurr2/2 − o3tief wird; wennr2deutlich wächst, sollte auchd1/d2mitwachsen.l– Lochabstand des Nummernschilds. Herstellerabhängig.a– Spreizwinkel. Muss zu den Streben des eigenen Gepäckträgers passen. Schenkel und Bohrungen werden gemeinsam damit gedreht.
Offene Punkte
Beim Durchgehen der Datei aufgefallen:
- Die Ø5,6-Bohrungen der dicken Backe öffnen sich in die Klemmnut. Beide
liegen auf
x/2, also genau auf der Nutachse – gut zu sehen in der Draufsicht. Die Bohrung geht über die vollend2= 10 mm durch. Sitzt das Einschmelzgewinde von der Schenkelseite her, endet die Schraube zwar vor der Nut, die Strebe überbrückt aber trotzdem zwei Ø5,6-Öffnungen. Je nach Länge der Einsätze lohnt der Blick, ob die Bohrungen nicht besser seitlich neben die Nut gehören. Noch offen. o2fehlt. Es gibto1undo3– vermutlich ein Rest aus einer früheren Fassung.I()undC()sind definiert, aber ungenutzt.
Erledigt sind inzwischen zwei weitere Punkte: Der Spreizwinkel stand
viermal hart im Code und kommt jetzt aus a; das Klemmenpaar lag durch
(w - x - x - 4)/2 einen halben Millimeter außermittig und wird über den
neuen Parameter g mittig platziert.
Dateien
nummernschildhalter.scad Quelle – Bügel und Klemmen
nummernschildhalter.stl fertiges STL (binär) der kompletten Druckplatte
docs/druckplatte.png Übersichtsrender
docs/draufsicht.png Draufsicht
docs/klemme.png Detail der Klemmbacken
docs/masse-buegel.svg Maßzeichnung Bügel
docs/masse-klemme.svg Maßzeichnung Klemmenpaar


