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Futterturm — Aufsatz für eine Futtertasche DNM MAXI

Parametrisches OpenSCAD-Modell für den Umbau einer handelsüblichen Futtertasche (Deutsch Normalmaß, doppelte Wabenbreite, ca. 4 l) zu einer bienensicheren Futterstelle mit versenktem Deckel, Steigrohr mit Wendelgang, Einfüllöffnung mit Stopfen und Spangen gegen das Aufweiten der Tasche.

Alle Teile sind FDM-druckbar und über den Parameterblock in futterturm.scad an eine andere Tasche anpassbar.

Alle Teile

Inhalt · Funktionsprinzip · Bauteile · Rendern und Exportieren · Parameter · Der Wendelgang · Drucken · Montage · Offene Punkte


Funktionsprinzip

Längsschnitt, schematisch (nicht maßstäblich)

   ════════════════════════════════════════════════════════════════  Oberkante Rand
    ▁▁▁▁              ╱▔╲                    ╱▔╲    ▓▓▓   ▓▓▓ ▁▁▁▁
   Stirnnase         Griff                  Griff   ▓▓▓   ▓▓▓        ▲ sink = 7 mm
   ┌───────────────────┴──────────────────────┴─────┴┴┴   ┴┴┴─────┐  ▼ Einlaufmulde
   │       Deckelplatte, lid_t = 4                    │   │       │
   └────────╥─────────────────────────────────────────┴   ┴───────┘
            ║ x = 125                              x = +125
            ║ Steigrohr Ø44                         Einfüllöffnung Ø20 mit
            ║ Wendelgang 5 mm/Umlauf                Abstandshalter + Stopfen
   ≈≈≈≈≈≈≈≈≈║≈≈≈≈≈≈≈ Futtersirup ≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈
          ══╩══    Schlitze 8 × 3 mm (z = 2 … 16), darunter Fußring
   ────────────────────────────────────────────────────────────────  Boden, depth = 218

   Die vier Nasen der Längsseiten (x = ±90) liegen außerhalb dieser Schnittebene.


Querschnitt an einer Spange (Blick in Längsrichtung)

          ┌──────────────────────────────────────────┐   Spange: Brücke, clamp_t = 3
          │  ╷                                    ╷  │   (läuft über den Deckel hinweg)
     ═════╪══╪════════════════════════════════════╪══╪═════   Oberkante Rand / Wulst
          │  │▔▔▔▔                            ▔▔▔▔│  │            rim_out = 80
          │  │ Nase, lug_t = 3                    │  │   ▲
          │  │ ┌────────────────────────────────┐ │  │   │ sink = 7 mm
          │  │ │   Deckelplatte, lid_t = 4      │ │  │   ▼
          │  │ └────────────────────────────────┘ │  │
          │  │                                    │  │
          └──┤  Taschenwand, wall_out = 76        ├──┘   Schenkel, clamp_leg = 28
             │                                    │
  • Der Deckel liegt nicht auf dem Rand auf, sondern hängt an sechs Nasen um sink tiefer in der Öffnung. Dadurch entsteht rundum eine Mulde, über die die Bienen von oben seitlich einlaufen können, ohne dass die Tasche offen ist.
  • Das Steigrohr steckt mit einem Kragen im Deckel und reicht bis kurz über den Boden. Innen läuft ein durchgehender Wendelgang (Spiraltreppe) — die Bienen laufen daran hinunter zum Sirup und wieder hinauf. Der Sirup steigt durch die schmalen Schlitze am Fuß ins Rohr; die Schlitze sind mit 3 mm schmal genug, dass die Bienen nicht seitlich in den Vorrat gelangen und ertrinken. Die untersten 2 mm des Rohrs sind ein geschlossener Fußring (Standfläche), die Schlitze beginnen darüber.
  • Der Abstandshalter ist als Ring auf die Einfüllöffnung des Deckels aufmodelliert. Er hält den Trichter auf Abstand, damit die beim Einfüllen verdrängte Luft durch die Schlitze entweichen kann.
  • Der Stopfen verschließt die Einfüllöffnung nach dem Befüllen.
  • Die Spangen greifen von außen über den Rand und verhindern, dass sich die volle Tasche aufweitet. Die Brücke läuft über den versenkten Deckel hinweg.

Bauteile

Modul / part Bauteil Stück Bauraum X × Y × Z (mm) Volumen
deckel Deckel komplett, mit Abstandshalter und Griffen 1 344 × 77 × 14 99,0 cm³
rohr Steigrohr mit Wendelgang und Auflagekragen 1 54 × 54 × 217,5 97,5 cm³
stopfen Verschluss der Einfüllöffnung 1 48 × 34 × 14,5 3,7 cm³
spange eine Spange 24 86,8 × 31 × 16 8,5 cm³
spange2 zwei ineinander geschachtelte Spangen 12 101 × 86,8 × 16 16,9 cm³
halter Abstandshalter einzeln (sitzt sonst fest am Deckel) 46 × 46 × 4 4,1 cm³
stift Passstift, nur für den geteilten Deckel 2 Ø 2,95 × 8 0,05 cm³
deckel_a / deckel_b Deckelhälften mit Stufenfalz (geteilt = true) je 1 184 × 77 × 14 45 / 54 cm³

Bauraum und Volumen sind aus den exportierten STLs gemessen, das Volumen also bei 100 % Füllung. Ein kompletter Satz (Deckel + Rohr + Stopfen + 4 Spangen) sind rund 234 cm³, in PLA also gut 290 g bei voller Füllung — mit üblicher Infill-Einstellung deutlich weniger.

Deckel

Deckel: links das Loch für das Steigrohr, rechts die Einfüllöffnung mit dem aufmodellierten Abstandshalter, dazwischen die beiden Griffkegel; am Rand die sechs Auflagenasen.

Steigrohr Zwei Spangen Stopfen

Steigrohr mit Auflagekragen und Einlaufschlitzen · zwei ineinander geschachtelte Spangen, wie sie aufs Druckbett kommen · Stopfen mit Zapfen und zwei Grifflaschen.

Hilfsmodule ohne eigenes part: lid_platte(), nase(), griff(), seg_mask(), rohr_profil(), spiral_profil_2d(), spiralgang(), rohr_fuss(), ansicht_alle().


Rendern und Exportieren

Beim Öffnen zeigt die Datei die Kontrollansicht aller Teile nebeneinander (part = "alle", überschneidungsfrei geprüft). Welches Bauteil gerendert wird, steuert die Variable part — im Customizer als Auswahlliste oder auf der Kommandozeile:

openscad -D 'part="rohr"' -o build/rohr.stl futterturm.scad

Bequemer über das Makefile:

make            # alle Druckteile nach build/
make halbe      # zusätzlich die beiden Deckelhälften (geteilt = true)
make img        # Vorschaubilder nach img/
make clean      # build/ löschen

Gültige Werte für part: alle, deckel, deckel_a, deckel_b, rohr, stopfen, spange, spange2, halter, stift. Ein unbekannter Wert bricht mit einer klaren Fehlermeldung ab statt still nichts zu rendern.

Das Makefile schreibt binäre STLs (--export-format binstl) — beim Steigrohr sind das 11 MB statt 70 MB als ASCII. build/ steht in der .gitignore, img/ nicht: die Vorschaubilder gehören zur Doku.

Falle bei use <>: Wer sich eine eigene Wrapper-Datei mit use <futterturm.scad> baut, bekommt die Module — aber nicht $fn. Spezialvariablen werden von use <> nicht importiert, das Ergebnis ist dann grob facettiert (beim Steigrohr 75 000 statt 226 000 Dreiecke). In solchen Wrappern $fn = 128; noch einmal setzen, siehe doc/rohr-schnitt.scad. -D dagegen greift bis in die Module und die abgeleiteten Größen durch (geprüft mit OpenSCAD 2026.01.15).

Rechenzeit

$fn = 128 gilt global, und der Wendelgang wird als verdrillte Extrusion mit ceil(turns · spiral_seg) = 2016 Zwischenscheiben gebaut — das klingt teuer, ist es aber nicht: ein STL-Export der kompletten Datei dauert rund eine Sekunde (OpenSCAD 2026.01.15 auf macOS, ca. 232 000 Facetten). Die Auflösung muss für Vorschauen also nicht heruntergedreht werden; spiral_seg bzw. spirale = false sind eher Gestaltungs- als Performanceschalter.


Parameter

Der Parameterblock ist mit /* [n - …] */-Marken in Reiter für den OpenSCAD-Customizer unterteilt (Fenster → Customizer). Damit das funktioniert, stehen in der Datei erst alle Parameter und dann erst Module und Bauteilauswahl: der Customizer wertet nur Zuweisungen bis zur ersten geschweiften Klammer aus.

0 — Bauteil

Parameter Standard Bedeutung
part "alle" Welches Bauteil gerendert wird, siehe oben

1 — An der Futtertasche messen

Der obere Rand der Tasche hat einen nach außen stehenden Wulst. Darüber wird das Außenmaß gemessen (rim_out), darunter geht die Wand auf tasche_wall zurück. Die lichte Weite ergibt sich daraus rechnerisch und ist über die Wulsthöhe konstant.

Parameter Standard Bedeutung
open_l 341 Lichte Länge der Öffnung oben (innen)
corner_r 7 Eckenradius der Öffnung
rim_out 80 Außenmaß der Breite über den Wulst
wulst_w 4 Breite des Wulstes = Auflagefläche des Randes
wulst_h 1 Höhe des Wulstes
tasche_wall 2 Wandstärke unterhalb des Wulstes
depth 218 Innentiefe: Oberkante Rand bis Boden

2 — Deckel

Parameter Standard Bedeutung
sink 7,0 Wie tief die Deckeloberseite unter der Oberkante Rand liegt
lid_t 4,0 Plattenstärke
lid_gap 1,0 Gesamtspiel der Platte in der Öffnung (0,5 mm je Seite)
geteilt false true → zwei Hälften mit Stufenfalz für kleine Druckbetten
lap 24 Länge des Stufenfalzes
pin_d 3,2 Bohrung für die Passstifte
pin_y 22 Abstand der Passstifte von der Mitte

2b — Auflagenasen

Sechs Nasen: vier an den Längsseiten bei x = ±lug_x, zwei an den Stirnseiten.

Parameter Standard Bedeutung
lug_w 14 Breite einer Nase
lug_out 6 Tiefe der Auflagefläche an den Längsseiten
lug_t 3,0 Stärke der Auflage
lug_x 90 Position der seitlichen Nasen in Längsrichtung
lug_out_e 5,0 Tiefe der Auflagefläche an den Stirnseiten
lug_dz_e 0,0 Stirnauflage liegt um diesen Betrag tiefer als der Wulst

nase() beginnt 3 mm innerhalb der Deckelkante. Der tatsächliche Überstand auf den Wulst ist deshalb lug_out 3 = 3 mm bzw. lug_out_e 3 = 2 mm — nicht 6 bzw. 5 mm. Wer lug_out ändert, sollte das mitrechnen.

2c — Griffe

Parameter Standard Bedeutung
grip_x 65 Abstand der Griffkegel von der Deckelmitte
grip_h 14 Höhe ab Deckelunterseite (so hoch wie die Nasen)
grip_d1 8 Durchmesser unten
grip_d2 16 Durchmesser oben

3 — Steigrohr

Parameter Standard Bedeutung
tube_od 44 Außendurchmesser
tube_wall 3,2 Wandstärke
rib_h 1,6 Radiale Tiefe des Wendelgangs (Trittbreite)
rib_p 5,0 Steigung: Höhengewinn je Umlauf
spirale true true → durchgehende Wendel, false → alte Ringsprossen
spiral_dir 1 1 rechtsgängig, -1 linksgängig
spiral_seg 48 Segmente je Umlauf (Auflösung der Wendel)
slot_h 16 Oberkante der Einlaufschlitze
slot_w 3,0 Breite der Schlitze (bienensicher: < 4 mm)
slot_n 8 Anzahl der Schlitze
foot_h 2 Geschlossener Ring am Fuß = Standfläche
flange_d 54 Durchmesser des Auflagekragens
flange_t 2,5 Stärke des Kragens
bot_gap 1,0 Luft zwischen Rohrende und Taschenboden
tube_x 125 Position des Rohrs in Deckel-Längsrichtung

steigrohr() prüft per assert, dass rib_h < rib_p ist — sonst passt eine Flanke nicht in einen Umlauf.

Der Fußring (rohr_fuss()) wird nach der difference() addiert und deshalb von den Schlitzen nicht angeschnitten. Die Schlitze sind dadurch von foot_h bis slot_h offen, ihre wirksame Höhe ist slot_h foot_h = 14 mm, und die untersten 2 mm Sirup laufen nicht ins Rohr. Beides nachgemessen.

4 — Einfüllöffnung

Parameter Standard Bedeutung
fill_d 20 Bohrung, gerade groß genug für einen Trichterstutzen
fill_x 125 Position in Längsrichtung

5 — Abstandshalter / Entlüftungsring

Parameter Standard Bedeutung
sp_od 46 Außendurchmesser des Rings
sp_h 4 Höhe = Luftspalt zwischen Trichter und Deckel
sp_slots 4 Anzahl der Entlüftungsschlitze
sp_slw 6 Breite der Entlüftungsschlitze
sp_nose 3 Durchmesser der Zentriernasen (siehe Offene Punkte)

6 — Spangen

Parameter Standard Bedeutung
clamp_w 16 Breite der Spange in Taschenlängsrichtung
clamp_t 3,0 Materialstärke von Brücke und Schenkeln
clamp_leg 28 Länge der Schenkel außen an der Tasche
clamp_gap 0,4 Spiel auf der Wand (je Seite)
clamp_lead 2,0 Einführschräge am Schenkelende

Abgeleitete Größen

Stehen in der Gruppe [Hidden], tauchen also bewusst nicht im Customizer auf.

Größe Formel Aktuell
open_w rim_out 2·wulst_w 72 mm
wall_out rim_out 2·(wulst_w tasche_wall) 76 mm
lid_L open_l lid_gap 340 mm
lid_W open_w lid_gap 71 mm
tube_L depth sink bot_gap 210 mm
tube_id tube_od 2·tube_wall 37,6 mm
Umläufe der Wendel tube_L / rib_p 42
Lichte Weite im Rohr tube_id 2·rib_h 34,4 mm
Gesamthöhe Steigrohr tube_L + (flange_d tube_od)/2 + flange_t 217,5 mm

Feste Spiele im Code (nicht als Parameter herausgezogen):

  • Deckelbohrung für das Rohr: tube_od + 0,6
  • Deckelbohrung für die Einfüllöffnung: fill_d + 0,4
  • Stopfen-Zapfen: fill_d 0,4, Wandstärke 1,5 mm
  • Wulstaussparung der Spange: wulst_h + 0,4, Schenkeltasche 0,5 mm tiefer

Der Wendelgang

Steigrohr aufgeschnitten

Der Gang entsteht nicht als 3D-Helix, sondern als verdrillte Extrusion eines 2D-Grundrisses (spiral_profil_2d() + spiralgang()):

  • Der Grundriss ist eine Rampe, die von der Rohrinnenwand (r = ri) über einen Winkel dphi = rib_h · 360/rib_p nach innen auf r = ri rib_h läuft. Zusätzlich greift sie mit ov = 0,4 mm in die Rohrwand hinein, damit die Vereinigung sauber verschmilzt.
  • linear_extrude(twist = 360 · tube_L/rib_p) verdrillt diesen Grundriss über die ganze Rohrlänge. Dabei wird aus der Winkelbreite der Rampe die axiale Höhe ihrer Flanke.
  • Die Verdrillung beträgt 360/rib_p = 72°/mm. Eine Winkelbreite von dphi = 115,2° entspricht damit genau rib_h = 1,6 mm Höhe — die Unterseite der Wendel steht auf 45° und ist ohne Stützmaterial druckbar. Die radiale Kante wird zur waagerechten Trittfläche.
  • Weil dphi proportional zu rib_h/rib_p definiert ist, ist die Flankenhöhe immer gleich rib_h — die 45° bleiben also bei jeder Kombination aus rib_h und rib_p erhalten, solange die Formel unverändert bleibt. Die harte Grenze ist rib_h < rib_p (per assert geprüft): darüber wäre dphi > 360° und die Rampe würde sich im Grundriss selbst überlappen.
  • spiral_seg bestimmt die Facettierung: 48 Segmente je Umlauf sind glatt, 1216 reichen für die Vorschau.

Mit spirale = false schaltet rohr_profil() auf die ältere Variante um: einzelne Ringsprossen im Wandquerschnitt, ebenfalls mit 45°-Unterseite, im Abstand rib_p.

Das Bild oben erzeugt doc/rohr-schnitt.scad (make img) — die zur Kamera zeigende Hälfte der untersten 70 mm wird weggeschnitten.


Drucken

Empfehlungen — nichts davon steckt im Modell.

Teil Orientierung Support
Deckel wie modelliert, Platte auf dem Bett nein; die Nasenauflagen kragen nur 23 mm aus und lassen sich überbrücken
Steigrohr stehend wie modelliert, Fuß auf dem Bett nein; der Kragen ist über die 45°-Kegelschräge abgestützt
Stopfen Kappe auf dem Bett, Zapfen nach oben (rotate([180,0,0])) nein
Spange wie modelliert, Extrusionsrichtung = Z nein; das Profil hat keine Überhänge
  • Druckraum: Der Deckel braucht 344 × 77 mm Grundfläche. Ist das Bett zu klein, make halbe bauen — die beiden Hälften greifen mit einem Stufenfalz von lap = 24 mm ineinander und werden mit zwei Stiften (stift()) gesichert. Das Steigrohr braucht 218 mm Bauhöhe und lässt sich nicht teilen.
  • Material: PETG oder PLA. PETG ist bei Sommertemperaturen im Volk formstabiler und gegenüber Zuckerlösung unempfindlich. Kein wasserlösliches Stützmaterial in Teilen mit Futterkontakt.
  • Dichtigkeit: Der Stopfen und der Rohrkragen sind Steckverbindungen, keine Dichtungen — die Tasche ist ohnehin nach oben offen. Für das Steigrohr trotzdem 4 Wandlinien vorsehen, es trägt das Gewicht der einlaufenden Bienen und wird beim Reinigen belastet.

Montage

  1. Steigrohr von oben durch die große Deckelbohrung (Ø 44,6) stecken. Der Schaft führt sich mit 0,6 mm Spiel im Loch, der Kragen (Ø 54) liegt oben auf dem Deckel auf.
  2. Deckel gerade von oben in die Öffnung absenken — die Platte ist mit 340 × 71 mm um 0,5 mm je Seite kleiner als die Öffnung und muss nicht gekippt werden. Er setzt auf, sobald alle sechs Nasen auf dem Randwulst bzw. auf den Stirnauflagen liegen; die Deckeloberseite steht dann sink = 7 mm unter der Oberkante Rand.
  3. Sirup mit einem Trichter durch die Einfüllöffnung einfüllen. Der Trichterstutzen steht auf dem Abstandshalter, die verdrängte Luft entweicht durch dessen Schlitze.
  4. Einfüllöffnung mit dem Stopfen verschließen. Er liegt dabei auf dem 4 mm hohen Abstandshalter auf, nicht auf dem Deckel: der Zapfen ragt dadurch etwa 4 mm unter die Deckelunterseite, und die Entlüftungsschlitze des Rings bleiben offen. Der Verschluss ist also eine lose Abdeckkappe, keine Dichtung.
  5. Zwei bis vier Spangen von oben über den Rand schieben, verteilt über die Länge. Die Brücke läuft über den Deckel hinweg, die Schenkel greifen unter den Wulst.

Offene Punkte

  1. Die Zentriernasen des Abstandshalters fehlen im Ergebnis. abstandshalter() setzt drei Nasen auf einen Radius von 6,6 bis 9,6 mm; der zentrale Durchbruch (cylinder(d = fill_d), Radius 10 mm) schneidet sie anschließend vollständig weg. Das exportierte Teil ist ein glatter Ring mit 4 mm Höhe. Damit die Nasen stehen bleiben, müssten sie außerhalb von fill_d/2 sitzen (z. B. fill_d/2 + sp_nose/2 + 0,4) oder von der Differenz ausgenommen werden. Weil das die Funktion des Teils ändert — die Nasen würden den Trichter dann außen statt innen führen — ist es bewusst nicht einfach umgestellt worden.
  2. lug_out und lug_out_e sind keine reinen Überstände, siehe Hinweis bei den Auflagenasen. Sauberer wäre, den 3-mm-Versatz in nase() zu einem eigenen Parameter zu machen.
  3. Der Stopfen sitzt auf dem Abstandshalter, nicht auf dem Deckel (siehe Montage, Schritt 4). Falls die Einfüllöffnung dicht schließen soll, müsste der Zapfen länger und der Kappenrand größer als sp_od sein.

Dateiübersicht

futterturm.scad      Modell. Aufbau: Kopf mit Kurzanleitung (128),
                     Parameter (30120), Module (122341),
                     Bauteilauswahl ganz unten (343356)
Makefile             Export der STLs nach build/ und der Bilder nach img/
doc/rohr-schnitt.scad  Schnittansicht nur fuer die Doku
img/                 Vorschaubilder fuers README (versioniert)
build/               STL-Ergebnisse (nicht versioniert, siehe .gitignore)
README.md            diese Datei

Stand: geprüft gegen futterturm.scad in der Fassung vom 4. August 2026, OpenSCAD 2026.01.15. Alle Maß- und Volumenangaben stammen aus STL-Exporten dieses Standes; die Aussagen zu Überschneidungen, zu den Einlaufschlitzen und zur Einfüllbohrung aus booleschen Proben. Die Umstellung auf part wurde gegen die vorherige Fassung geprüft: Facettenzahl, Volumen und Bounding-Box aller acht Bauteile sind unverändert.

S
Description
No description provided
Readme 236 KiB
Languages
OpenSCAD 85.9%
Makefile 14.1%